Vorab natürlich der wünschenswerte Ideal-Fall … der Experte meines Vertrauens ist selbst auch Profi …

… das wünscht man jedem … doch dem ist zumeist nicht so … denn in der schönen neuen Medienwelt-4.0 gibt es „Experten“ ohne Ende … zu fast jedem beliebigen Thema … und ( fast ) Jeder schreibt von Jedem ab … schwierig zu eruieren, wo die objektive Ursprungsquelle der Information herkommt … dies führt im Endeffekt zur typischen Journalistenberatung, wo doch eigentlich vom Konsumenten eine Fachberatung erhofft wird …

… dabei sind bezeichnenderweise die meisten dieser Akteure selbsternannte Experten … denn leider Gottes kann jeder von sich behaupten ein Experte zu sein, ohne sich einer Bestrafung für Irreführung auszusetzen …

… aus objektiver Sicht sind Expertenmeinungen also subjektive Meinungsbekundungen … nicht mehr, aber auch nicht weniger … also kein Grund den kritischen Menschenverstand auszuschalten … gerade in Geldfragen hat gesundes Mißtrauen hat schon vor so manchem finanziellem Schaden bewahrt …

Tipp: Kaufen Sie sich doch mal am Kiosk zehn Fachzeitschriften zu Investmentfonds … wollen wir wetten, dass Sie dann mindestens 100 „beste Fonds“ benannt bekommen?

… bevor Sie also blind vertrauen … achten Sie mal auf die echten Hinweiszeichen für mögliches Expertentum …

… wenn wir in der Politik nicht so viele Studienabbrecher  und Prüfungsversager hätten, dann wäre es um viele Dinge in unserer Welt mit Sicherheit besser bestellt …

Und an dieser Stelle ist ja nun auch der Begriff Profi erstmals aufgetaucht …

… und deshalb mal Butter bei die Fische … was unterscheidet also den Profi vom Experten?

… gestatten Sie mir an dieser Stelle ein vereinfachtes Bild zu benutzen …

  • Jeder Experte hat Ahnung von Farben … ist belesen zu den chemischen Bestandteilen … weiß genau wann welcher Farben-Typ verwendet werden sollte … und er hat alles verschlungen was Google & Co über die Branche so hergeben … aber er hat doch selbst den Pinsel noch nie ( oder bestenfalls gelegentlich als Amateur ) geschwungen … aber schwätzen kann er vortrefflich … und es ist in unserem Lande auch nicht verboten, wenn Blinde über die Farben Vorträge halten …
  • Ein Profi hat den erlernten Beruf des Maler-Meister … er mußte sich vom Azubi über den Gesellen zum Meisterbrief vorarbeiten … auf diesem Weg … hat er Prüfungen bestanden … jeden Tag am Farbtopf hantiert … mit den Kunden gesprochen, und deren individuelle Wünsche umgesetzt … die Tricksereien der Vertreterschaft der Farblieferanten durchschaut … Fehler gemacht, und aus diesen Fehlern gelernt … das ist der Erfahrungschatz, auf den ein Profi Tag für Tag zum Nutzen seiner Kunden zurückgreifen kann … denn wie wußte schon Opa … neue Besen kehren gut, aber die alten Besen wissen wo der Dreck liegt …

… aber das Wichtigste … der Profi gibt seinen Kunden eine Gewährleistung für die geleistete Arbeit … und kleinere Reklamationen werden von Ihm nachgearbeitet … ohne Rechnungslegung selbstverständlich …

… und er  bezahlt eine Betriebshaftpflichtversicherung, damit bei großen Fehlern ( denn auch Profis sind nur Menschen, und können irren ) seine Kunden nicht im Regen stehen … denn wenn er ehrlich arbeitet … dann kann er mit seinem Handwerk keine Millionen scheffeln … dies würde ja zu Lasten seiner Kunden gehen … und deshalb versichert er dieses Risiko …

… doch auch in der Malerbranche kann es schwarze Schafe geben … und deshalb niemals vergessen … immer schön wachsam bleiben, und im Zweifel dem eigenen Bauchgefühl vertrauen …

Ich denke, Sie können mit diesem Bild vor Augen ganz alleine checken, ob Ihre aktuellen Berater aus Familie & Freunden & Medien & Internet & Finanzbranche auch Ihrem Anspruchsprofil entsprechen …

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